Wurzeln haben mehrere Aufgaben für einen Baum zu erledigen. Sie verankern ihn im Boden und versorgen den Baum mit Nährstoffen und Wasser. Auf der Suche nach Wasser kann es passieren, dass Wurzeln Teile der unterirdischen Infrastruktur schädigen. Dabei können hohe finanzielle Schäden entstehen. Hilfreich ist dann der Nachweis des Baumes durch labortechnische Methoden. Im Grunde ist der Nachweis und damit die Identifizierung eines Baumes immer möglich. Allerdings ist diese labortechnische Untersuchung alles andere als simpel.
Von einer Wurzel die vorliegt bis zum Ergebnis liegen zwischen 120 und 150 Einzelschritte. Dabei ist zu bedenken, dass DNA kein Material ist, das man mit Auge oder dem Mikroskop erkennen könnte.
Die Breite von DNA beträgt etwa 2 nm. Das entspricht 2 Milliardstel Meter (2/1.000.000.000). Kann man mit so kleinen Objekten überhaupt arbeiten? Ja! Dazu benutzt man Farb-Tags, die man zur DNA hinzugibt und diese bringen die DNA dann unter bestimmten Lichtfiltern zum Leuchten. So kann man zumindest nach verschiedenen Zwischenschritten prüfen, ob der Umgang mit der DNA erfolgreich war.
Doch zunächst muss die DNA aus den Zellen isoliert werden und mit einer Art Kopiermaschine millionenfach kopiert werden. Diese Kopiermaschine ist ein Enzym, das von Stoffen, die die Wurzel im Laufe der Zeit über den Boden aufgenommen hat, in seiner Arbeit blockiert werden kann.
Das bedeutet, dass über spezielle Reinigungsverfahren die DNA erst einmal aufgereinigt werden muss. In den allermeisten Fällen gelingt es dann fortzufahren und die DNA weiter zu verarbeiten. In wenigen Ausnahmefällen ist es jedoch möglich, dass die Aufreinigung nicht zum erwünschenten Ergebnis führt und man die Untersuchung dann an dieser Stelle abbrechen muss. Zum Glück kommt das aber sehr selten vor.

