Von der Probennahme bis zum Eintreffen im Labor – alle wichtigen Details finden Sie hier
Bei der Probennahme und dem Versand gibt es einige Dinge zu beachten, um mögliche falsch-positive als auch falsch-negative Ergebnisse zu verhindern.
Findet man Wurzeln in einem Rohr oder in und unter Bauteilen kann dieser Wurzeleinwuchs oft der Beginn einer ausgiebigen Sanierung sein. Wurde durch die Wurzeln ein Schaden verursacht, kann sich dadurch ein beträchtlicher finanzieller Schaden entwickeln. Stellt sich heraus, dass der Baum nicht auf dem eigenen Grundstück steht, so steht im nächsten Schritt die Frage der Haftung im Raum. Dazu muss man aber zunächst nachweisen, welche Wurzeln hier zum Wurzeleinwuchs geführt haben.
Das lässt sich mit einem genetischen Fingerabdruck im Labor herausfinden. Über ein mehrschrittiges Verfahren werden bestimmte Abschnitte der DNA von Wurzel und Bäumen oder Gehölzen verglichen, ähnlich dem kriminalistischen Daumenabdruck. Passen die genetischen Muster überein ist der Baum, der den Wurzeleinwuchs verursacht hat gefunden.
Seit vielen Jahren führen wir solche Untersuchungen durch. Damit die Probe aus dem Wurzeleinwuchs auch sicher ankommt und weder falsch-positive noch falsch-negative Ergebnisse erzielt werden, gibt es einiges zu beachten, denn tatsächlich kann man hier einiges falsch machen, das fatale Auswirkungen auf das Ergebnis haben kann. Im folgenden wollen wir darauf eingehen, was genau zu beachten ist. Im folgenden haben wir das Wichtigste zusammengefasst:
- Wurzeln sichern – je nachdem wo der Wurzeleinwuchs stattgefunden hat werden die Wurzeln heraus gefräst oder heraus getrennt. Wichtig ist dabei, dass das Werkzeug vorher sauber und möglichst gereinigt ist, damit keine fremden Pflanzenpartikel mit geborgen werden, das könnte sonst zu falschen Ergebnissen führen. Das ist also ein wichtiger Punkt.
- Referenzproben entnehmen – alle Bäume oder Gehölze im Umkreis von bis zu 40 m können als Verursacher für den Wurzeleinwuchs in Frage kommen. Von den jeweiligen Referenz- bzw. Baumproben benötigen wir ein oberirdisches Stück. Ein Ästchen, Blatt, Knospe oder Blüte, je nach dem was die Jahreszeit so hergibt. Bitte keine Rinde, diese enthält keine verwertbare DNA.
- Wurzeln und Baumproben verpacken – die Wurzeln aus dem Wurzeleinwuchs sollten schon einigermaßen trocken sein. Diese werden in Küchen- oder Zeitungspapier eingewickelt und in einen Umschlag gesteckt, der oben an der Lasche sehr gut verschlossen wird. Öffnungen links und rechts am Umschlag werden zusätzlich mit Klebeband verklebt, damit auf dem Postweg auch kleinste Partikel weder in noch aus der Tüte können. Diese Verpackungsweise gilt auch für die Referenzproben. Beschriften Sie das Kuvert bitte eindeutig.
- Skizze anfertigen – eine Skizze ist wichtig, um die Gesamtsituation einschätzen zu können. Manchmal finden sich Wurzelproben, deren Bäume schon längst umgeschlagen sind, sozusagen als Zufallsfund, andere Bäume sind sich genetisch so ähnlich, dass das für die Untersuchung eine Rolle spielt. Mit einer Skizze soll ein Gesamtüberblick möglich sein. Aus der Skizze sollte hervorgehen, wie weit in etwa, die jeweiligen Gewächse sind.
- Proben versenden – die einzelnen Probenumschläge werden verpackt, zu den jeweiligen Proben kommt ein Auftragsformular hinzu. Noch eine wichtige Sache! Keinesfalls sollten die Proben in Plastikbeutel oder andere Gefäße verpackt werden, aus denen die Feuchtigkeit nicht entweichen kann, die in den Proben steckt. Die Proben könnten verschimmeln, sich Fadenwürmer und anderes Getier bilden.
- Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der kann sich auch jemanden mit an die Seite nehmen, der die Probennahme mit beobachtet und im Falle auch bezeugen kann.
So und nun, viel Erfolg bei der Probennahme! Wenn ihr alles soweit beachtet, dann sollte mit der Probennahme nach dem Wurzeleinwuchs eigentlich alles in Ordnung sein. Wer noch mehr dazu wissen möchte, kann uns natürlich auch anrufen. Für mehr Informationen geht es hier auf unsere Seite.
